Galerieausstellung I. Quartal 2013

Die Ausstellung im I. Quartal 2013 präsentiert die Künstlerinnen Gunda Jastorff (Malerei), Bärbel Navab-Pour (Malerei) sowie Jürgen Gaedke (Skulpturen). Die Vernissage fand am 19.01.2013 im Wilhelminenhaus in Kiel statt.

 

Gunda Jastorff und Bärbel Navab-Pour

Gunda Jastorff ist Hamburger Künstlerin, seit 1997 in Hamburg als freischaffende Künstlerin tätig und blickt auf eine Vielzahl von Ausstellungen quer durch Deutschland, auf Mallorca und sogar in Südkorea zurück.

Bärbel Navab-Pour kommt ebenfalls aus Hamburg. Ihre Karriere als Künstlerin begann mit einer Grafik-Design-Ausbildung an der Kunstfachschule in Wiesbaden. Auch sie blickt mittlerweile auf eine Vielzahl von Ausstellungen vornehmlich in Hamburg zurück.

Gunda Jastorff und Bärbel Navab-Pour werden hier als Duo angesprochen, denn sie haben in ihrer Biographie und in ihrem künstlerischen Werk viele Gemeinsamkeiten. Beide kommen aus Hamburg, beide nehmen seit vielen Jahren an der jährlichen Sommerakademie ins Goslar teil und vor allem gehören beide demselben Atelier in Hamburg an - nämlich der Ateliergemeinschaft „Kunstraum 17“, deren Gründungsmitglieder beide sind.

Auch die Malweise beider Künstlerinnen ist nicht unähnlich: beide malen großformatig mit dem Schwerpunkt auf Acryl – einerseits gegenständlich, andererseits auch abstrakt.

Vielfach besitzen ihre Bilder besondere Plastizität durch die Hinzunahme weiterer Werkstoffe wie Seidenpapier, Tuch, Marmormehl oder Wachs.

 

Jürgen Gaedke

Der dritte bildende Künstler in dieser Ausstellung ist Jürgen Gaedke. Er widmet sich ganz der Arbeit an Steinen. Sein Werkstoff ist vor allem Granit.

Was ist Granit? Es handelt sich um sog. grobkristalline ,magmatische Tiefengesteine, die vor Millionen von Jahren durch die Erstarrung von Gesteinsschmelzen in Tiefen über 2000 Meter entstanden sind. Granite bestehen in der Regel aus mehreren Anteilen. So mancher kennt aus seiner Jugend den Reim „Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergeß ich nimmer“.



Jürgen Gaedke kommt aus Norderstedt. Er ist Kunst- und Kulturpreisträger des Kreises Segeberg. Fast möchte man sagen, daß er durch familiäre Belastung zu seinen Steinen gekommen ist. Immerhin betreibt sein Bruder einen Steinmetzbetrieb. Jürgen Gaedke selbst kommt aus dem Metier der Gartengestaltung mit einem Schwerpunkt auf Natursteinen (Granit, Marmor, Sandstein), Brunnenanlagen und Gartenkunst.

Eine wesentliche Prägung hat Jürgen Gaedke in seiner Ausbildung beim Norderstedter Bildhauer Thomas Behrend erhalten. Zusätzlich ist er von einem japanischen Steinsetzer in die Kunst des östlich geprägten Steinsetzens eingeführt worden

Das künstlerische Schaffen von Jürgen Gaedke wurde einmal mit der Kurzformel umschrieben „Erst der Stein, dann lärmende Drecksarbeit und schließlich elegante Kunst“.

Jürgen Gaedke selbst präzisiert, daß vor allem der erste Teil dieser Kurzformel „Erst der Stein“ ein wesentliches Element seiner Tätigkeit darstelle. Dieses Wort stehe nämlich für das Suchen und Finden von geeigneten Steinen. In der Familie ist Jürgen Gaedke dafür bekannt, daß er insbesondere bei Regen spazierengeht. Bei diesem Wetter könne er den nassen Steinen am Wegesrand am besten ansehen, was in ihnen steckt.

Jürgen Gaedke hat dabei ein besonderes Auge für die unterschiedlichen Anteile, aus denen ein Stein komponiert ist – z. B. für die farbigen Einschlüsse und die weißen, roten und schwarzen Adern, die vielfach in den großen Brocken verborgen sind. Vielfach muß Jürgen Gaedke einen ihm besonders passenden Stein auch kaufen, z. B. in einem Kieswerk.

Zu Hause bearbeitet Jürgen Gaedke die gefundenen Steine dann in professioneller Manier – einerseits mit Hammer und Meißel, andererseits aber auch mit speziellen Maschinen und Werkzeugen aus der Werkstatt des Steinmetzes.



Resultat all seiner Bemühungen sind dann ganz unglaubliche Kunstwerke, die in der Regel aus einem einzigen Steinblock entstanden sind. Eines der faszinierendsten Kunstwerke ist das „Dritte Jahrtausend“, bei dem in Inneren eines großen, groben, in zwei Hälften gespaltenen Granitsteins (erstes und zweites Jahrtausend) eine glatt polierte Steinkugel (drittes Jahrtausend) sichtbar wird.

Steine blicken zurück auf Millionen von Jahren. Sie sind deshalb vollkommen ruhig und pflegen ein gewisses Understatement. In dieser Hinsicht ähneln sie sehr dem Künstler Jürgen Gaedke, der seine grandiosen Kunstwerke ebenfalls mit einer erstaunlichen Ruhe und Bescheidenheit vorführt.

 

Raimo Klein

Die Vernissage am 19.01.2013 war aber nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein Genuß für die Ohren. Raimo Klein saß am Flügel und füllte den Raum mit seinen Musikstücken. Raimo ist „Singer, Songwriter, Pianist, Produzent und DJ“ aus Lüneburg, Kiel und Hamburg. Er war Gewinner des Kieler Singer-Songwriter-Slam im Sommer 2011 und Finalist beim YouTube-Secret Talents Award 2010.

Schon beim Betreten des Wilhelminenhauses freuten sich die Gäste der Vernissage an den im Raum schwebenden Klavierklängen, die dann in höchst angenehmer Weise die weitere Vernissage begleiteten und prägten.

 

 

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