Galerieausstellung 4. Quartal 2013

Vernissage vom 28.09.2013

Ausstellung „Welten“  - Katherina Remberg, Ivan Gejko, Dagmar Riese

Ein wunderschöner, sonniger Herbsttag verdämmerte im Abendrot, als der Parkplatz vor dem Wilhelminenhaus nahezu voll stand von den Autos der Besucher. Die Galerie Wilhelminenhaus hatte zur Vernissage mit den Künstlern Katherina Remberg, Ivan Gejko und Dagmar Riese geladen, die sich - vereint durch die Ausstellung „WELTEN“ - den Gästen mit ihren Kunstwerken präsentierten.

 

Katherina Remberg 

Die Ateliergemeinschaft „Kunstraum 17“ aus Hamburg war mit Bärbel Navab-Pour und Gunda Jastorff schon zu Beginn des Jahres 2013 in unserer Galerie vertreten. Mit der in Hamburg geborenen Katherina Remberg, die gleichermaßen zeitweise dem Kunstraum 17 angehörte, war nun ein weiteres Mal eine Künstlerin aus diesem Hamburger Künstlerumfeld bei uns im Wilhelminenhaus.

Noch vor drei Monaten hatte Katherina Remberg an dem Projekt „Kunstklinik“ im alten Krankenhaus Bethanien in Hamburg teilgenommen - um mit der jetzigen Ausstellung in der Galerie Wilhelminenhaus ihre Bilder nun wiederum in einer medizinischen Einrichtung zu präsentieren.

Eine Ausstellung mit dem Namen „Welten“ paßt zu niemandem besser als zu Katherina Remberg. Alle fünf Kontinente hat sie bereist: Asien mit Burma, Thailand, Nepal und Indien. In Nordamerika die USA. In Südamerika Brasilien, Bolivien und Peru. Und zu allem dann auch Australien, Neuseeland und die Südsee!

Die alte sonntägliche Sendung des NDR „Zwischen Hamburg und Tahiti“ hat sie sich zum Lebensmotto erkoren. Die jetzige Ausstellung von Katherina Remberg im Wilhelminenhaus sollte allerdings besser heißen „Zwischen Hamburg und Kathmandu“. Gezeigt werden nämlich einerseits Bilder aus Hamburg im Erdgeschoß und andererseits Bilder aus Asien, Schwerpunkt Nepal, im ersten Obergeschoß.

Katherina Remberg bearbeitet Foto-Reproduktionen, indem sie die großformatigen Bilder teilweise mit einer Vielzahl von Farbschichten überdeckt. Durch die Fülle der Farbschichten, es sind manchmal bis zu 60 Schichten,  ergibt sich eine ganz besondere „durchscheinende“ Tiefe. Die fotografischen Reproduktionen erfahren durch diese Übermalungstechnik eine spürbare Verfremdung und Änderung ihrer Grundaussage.


Ivan Gejko

Ivan Gejko wurde 1975 in Rudny in der Republik Kasachstan, UdSSR, geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Kasachstan und absolvierte dort auch seinen Wehrdienst. Im Alter von 21 Jahren kam Ivan Gejko wegen der in seiner Familie liegenden deutschen Wurzeln nach Deutschland – zunächst nach Bielefeld. Später begann er das Studium der Illustration in Hamburg und beendete es 2010 mit einer Diplomarbeit über die Symbolik in der Malerei. Seitdem lebt Ivan Gejko als freischaffender Künstler in Hamburg.  

Ivan Gejko ist ein absolutes Ausnahmetalent und präsentiert eine kraftvolle Malerei, die allerdings nicht immer und nicht in jedem Fall „Spaß macht“. Die Bilder geben Anlaß zu vielfältigen Überlegungen und Diskussionen, sie sind kritisch –sozialkritisch, politikkritisch und vielleicht auch einfach menschenkritisch – und thematisieren vielfach die dunkle Seite des Lebens oder die schwarzen Seiten in uns allen.



Dagmar Riese

Dagmar Riese wurde in Kiel geboren und lebt und arbeitet derzeit in Hamburg-Falkenried.

Schon früh zog sie es zu künstlerischer Betätigung. Mit 19 begann sie ein Studium der Bildhauerei in Flensburg, welches sie mit einem Examen abschloß. Daneben verfeinerte sie zusätzlich ihre Fähigkeiten auf den Gebieten Grafik und Malerei.

Verschiedenste gestalterische Ausdrucks-möglichkeiten hat sie immer nebeneinander und parallel gesucht: „…mir ist es nun einmal zugefallen, gestalten zu wollen – mit Bleistift, Kreide und Kugelschreiber, mit Öl, Tempera und Acryl, mit Ton, Wachs, Bronze und Holz…“

Dagmar Riese ist nicht nur in Kiel geboren, sie ist hier auch bekannt durch vielfältige Ausstellungen. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle ihre Tätigkeit als Restauratorin in der Nicolaikirche, zu der es bereits 1977 durch einen Auftrag von Seiten der Denkmalschutzbehörde kam. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie der Caritas-Figur am Eingang des kleinen Andachtsraumes hinter der Kanzel in der Kieler Nicolaikirche den fehlenden Kopf und den nur noch halb existenten Arm durch feine bildhauerische Tätigkeit zurückgegeben.

Die Fülle der Plastiken vermittelt einen guten Eindruck von dem Tätigkeitsumfang der Künstlerin. „Es ist nicht eine Frage des Wollens, sondern des Müssens“ erklärt die Künstlerin. „Ein Tag, an dem ich nicht wenigstens den Bleistift zur Hand nehmen konnte, ist – irgendwie – nicht richtig gelebt…“.

Die jetzige Ausstellung wird gehoben und veredelt durch die vielfältigen Plastiken Dagmar Rieses. Gleich am Eingang begrüßt linkerhand die hoch aufragende goldene Plastik „Spirale“ den eintretenden Besucher.



Musik

Durch Zufall hat es sich ergeben, daß bei dieser Vernissage eine junge Pianistin die Ausstellung musikalisch untermalte. Mit leichter Klassik bot Nina Weigel den perfekten musikalischen Hintergrund für die vielen Besucher, die – die Kunstwerke betrachtend – durch die Galerie wandelten.

Ansonsten erwarteten die Gäste viele kleinere Plastiken mit den Namen „Blättergruppe“, „Mauergruppe“, „Tanzendes Paar“, „Nixe“, „Taucherin“, „Schattenspringer“ und viele andere mehr.

 

 

  

 

Katherina Remberg



Dagmar Riese



Ivan Gejko

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