Galerieausstellung 2. Quartal 2014

Vernissage am 12. April 2014

Die zweite Ausstellung des Jahres wurde am 12. April vom Leiter der Galerie Wilhelminenhaus, Dr. Yorck Walpuski, eröffnet. In seiner Eröffnungsrede begrüßte er die Gäste der gut besuchten Vernissage und stellte die gegenwärtigen Künstler der Gruppenausstellung vor. Dazu gehören die zwei Maler Rolf Stieger und Tomasz Zielinski, sowie der Bildhauer Joachim Jurgelucks. Damit zeigt die Galerie Wilhelminenhaus abermals drei völlig unterschiedliche Künstler, dessen Werke sich aber dennoch für den Betrachter auf besondere Weise zusammenfügen.

Der Künstler Rolf Stieger, zudem ein studierter Kunsthistoriker, lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 1993 komplettiert er verschiedenste Gruppen-, sowie Einzelausstellungen im In- und Ausland. In einem kurzen Film aus dem Jahre 2008 gibt Stieger einen Einblick in seine Arbeitsweisen, bei denen man kaum vermuten würde, in welche filigrane Bildervielfalt diese einmal müden werden. Er selbst sagt, dass seine Bilder durch Prozesse entstehen, in denen er verschiedenste Schichten aus unterschiedlichsten Materialien (wie z.B. Montageschaum oder Fotoentwickler) und Farben aufträgt, um sie dann partiell wieder durch Schleifen, Kratzen, Wischen etc. abzutragen. Die Werke, die Stieger in dieser Gruppenausstellung zeigt, stellen diesen langwierigen und aufwendigen Arbeitsprozess in einzigartiger Weise dar. Jedes seiner Bilder kann immer wieder erneut entdeckt werden, da sich die zahlreichen Facetten der Werke durch einmaliges Betrachten niemals zur Gänze erschließen können. Stieger offeriert uns dadurch eine Kunst, die dem Betrachter immer wieder neue Horizonte eröffnet und den Blick niemals auf gleiche Weise durch seine Bilder führen lässt.

Tomasz Zielinski, der ebenfalls in Hamburg lebt und arbeitet, zeigt uns hingegen einen ganz anderen Stil in seiner Malerei. Seine Bilder sind Kompositionen von kontrastreichen und starken Farben, die sich mal abstrakt, mal gegenständlich in unterschiedliche Formen einfügen. Seine Bildthemen werden in den zahlreichen Ölgemälden deutlich erkennbar und führen uns fortwährend durch seine Werke. Dazu gehören die Themen Metamorphose (Umgestaltung) und Vergänglichkeit. Jedes seiner Bilder setzt sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit diesen Inhalten auseinander. Dabei ist jedoch keines seiner Bilder aggressiv oder auf unangenehme Weise aufwühlend. Vielmehr zeigt Zielinski damit die Wandelbarkeit jeder seiner dargestellten Figurationen, die dem Betrachter dadurch auf expressive Weise eine Lebendigkeit eben dieser bildhaften Darstellungen offenbart. Die Werke des studierten, polnischen Künstlers haben somit auch eine philosophische Komponente, die sich jedem Betrachter individuell eröffnet.

Komplettiert wird die Gruppenausstellung  durch den  freischaffenden Bildhauer Joachim Jurgelucks. Der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Autodidakt fertigt Skulpturen aus Holz, die er partiell auch in einem Bronzeguss verewigt. Seine Skulpturen ziehen den Betrachter durch ihre starke Wirkung an, da sie unwillkürlich Emotionen hervorrufen. Ob feingeschliffene ganzfigurige Körper oder mit rohem Abschlag gefertigte Portraitbüsten, die Skulpturen beeindrucken den Betrachter durch ihren intensiven Ausdruck und ihre Präsenz. Überdies fertigt Jurgelucks auch abstrakte Figuren, die jedoch keinesfalls als dekorative Kunst zu verstehen sind. Die abstrakten Formen haben ebenfalls eine intensive, sinnliche Wirkung auf den Betrachter, derer man sich nicht entziehen kann.

Die beiden Maler Rolf Stieger und Tomasz Zielinski, sowie der Bildhauer Joachim Jurgelucks ergänzen sich auf ganz besondere Weise in dieser Ausstellung und lassen mit ihren Werken die Galerie Wilhelminenhaus in hohem Maße aufleuchten. Auf allen drei Etagen des Hauses können die Werke der Künstler betrachtet werden.

 

Stieger



Jurgelucks



Zielinski

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