Galerieausstellung 2. Quartal 2016

Liebe Gäste unserer Vernissage,

Liebe Kunstinteressierte,

Liebe Besucher unserer Ausstellung,

„Gegensätze ziehen sich an“– unter diesem Ausstellungstitel eröffnete der Galerieleiter Dr. Yorck Walpuski am Samstag, den 16. April gemeinsam mit Ihnen und der Kuratorin Sonja Nökel die Ausstellung von Gabriele Kasten und Renate Straatmann. Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienenen Gästen und freuen uns über die Werke der beiden Künstlerinnen.

Die in Grömitz arbeitende Malerin und studierte Modedesignerin Gabriele Kasten zeigt in ihren beeindruckenden, sehr naturalistisch geformten Landschaften und den stark an Trompe-l’œil orientierten Stillleben im Stile des Quodlibet, die unterschiedlichsten Facetten ihrer Kunst. Kasten zeigt zudem ausgewählte Werke ihrer Porträtserie „Lebensfurchen“, in denen sie ganz bewusst das Einschreiben unterschiedlicher Lebensumstände in die Gesichter der Porträtierten möglichst realitätsnah darstellt. Jedoch zeigt die Malerin nicht ausschließlich in Öl gefasste Werke, sondern auch Bilder aus ihrem Porträtzyklus „Menschen“, die in einer Mischtechnik aus Öl und Fineliner entstanden sind. Das Besondere ihrer Malerei sind nicht nur die authentischen, naturalistischen und emotionsgeladenen Darstellungen nördlicher Landschaften, sondern auch der pointierte und sensible Umgang mit der dargestellten Oberfläche, sowie ein sanfter Einsatz der ausgewählten Farben. Dabei ist es sicherlich ihrem Modedesignstudium geschuldet, dass sie einen Faltenwurf malt, der durch seine Genauigkeit besticht.

Die Bad Schwartauer Malerin Renate Straatmann zeigt in ihren Werken hingegen zumeist abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen. Jedoch wird in jedem ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem. Die größtenteils in Mischtechnik gespachtelten und gepinselten Arbeiten verbinden dabei oft architektonisch-technische Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung.  Die Malerin arbeitet herausstechende Details eines Bildes so in dessen Untergrund ein, dass keines der dargestellten Elemente hervorzustechen vermag. Straatmanns Werke zeigen damit einen in sich schlüssigen und zu keiner Zeit hierarchischen Bildaufbau, der dem Betrachter erst beim genaueren Hinsehen in seiner ganzen Bandbreite gewahr wird. Besonders die grob gespachtelten Werke der Künstlerin offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.

Die Künstlerinnen Gabriele Kasten und Renate Straatmann zeigen in den beiden Etagen des Wilhelminenhauses Kiel, wie gut sich ihre Werke gerade durch deren Gegensätzlichkeit ergänzen. Der Galerieleiter bedankte sich nach seiner Eröffnungsrede bei den Gästen, dem Servicepersonal, sowie der Kuratorin Sonja Nökel und entließ die Gäste in die musikalisch unterlegte Ausstellung.

Text: Sonja Nökel

 

Gabriele Kasten

Renate Straatmann

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